Türbeschlag Bezeichnungen und Arten

Türbeschläge sind kleine Details mit großer Wirkung: Sie entscheiden über Funktionalität, Sicherheit und Designwirkung einer Tür. Ihre verschiedenen Arten bieten jeweils unterschiedliche Lösungen – von Rosetten- bis Schildgarnituren, von Sicherheits- bis Feuerschutzbeschlägen. In diesem Artikel erfahren Sie, welcher Türbeschlag sich für Ihr Projekt eignet und wie sich Gestaltung, Normen und Trends optimal verbinden lassen.

Was ist ein Türbeschlag, Türdrücker oder eine Drückergarnitur

Die Fachbegriffe rund um Beschläge werden oft synonym genutzt, aber sie bezeichnen jeweils unterschiedliche Teile oder Funktionen. Wer sie richtig einsetzt, vermeidet Missverständnisse in Planung, Ausschreibung und Umsetzung.

Bezeichnungen für Türbeschlag

Ein Türbeschlag ist der übergeordnete Begriff für alle Arten von Bauteilen an einer Tür, die Funktion oder Zier haben. Dazu zählen nicht nur Drücker bzw. Türgriff, Schild oder Rosette, sondern auch Türschlösser, Türbänder, Türspione, Scharniere, Schutzgarnituren.

Türdrücker

Der Türdrücker (umgangssprachlich oft „Türgriff“ oder „Türklinke“) ist das Bedienelement zum Öffnen und Schließen einer Tür. Drückt man ihn nach unten oder betätigt ihn, wirkt über einen Stiftmechanismus (Vierkantstift / Drückerstift) ein Schlossriegel oder die Falle.

Wichtige Merkmale:

 

Welche Beschläge Arten sind für welche Zwecke geeignet?

Die Entscheidung, welchen Türbeschlag Sie einsetzen, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Schlüsselrosetten sind zumeist puristisch und eine elegante Alternative zu Langschildgarnituren. Der Vorteil von Langschildgarnituren ist, dass sie in etlichen Stilrichtungen angeboten werden, während Rosetten zumeist nur in ovaler oder runder Form zur Verfügung stehen. Spezielle Anforderungen an einen Türbeschlag sind allerdings bei Sicherheitsgarnituren bzw- Sicherheitsbeschlägen für Türen wichtig. Diese dienen dazu, Räume und sensible Bereiche in einem Gebäude zu schützen, sodass niemand unbefugt eindringen kann. Das bedeutet, dass dieser Türbeschlag äußerst robust sein muss.

Warum sind Feuerschutzbeschläge nötig?

Rauch- sowie Feuerschutztüren sind mit speziellen Türbeschlägen auszustatten. Diese müssen für einen brandhemmenden Einsatzzweck ausgelegt sein. Nur Feuerschutzbeschläge erfüllen diese Anforderungen. Relevante Zertifizierungen sind neben der DIN 18273 FS auch die DIN EN 1906 Kat. 4. Beschläge können auch für beides zertifiziert sein. Werden Garnituren, die nach DIN 18273 FS geprüft sind, sachgemäß genutzt und regelmäßig gewartet, stellen sie den benötigten Brandschutz sicher. Die DIN EN 1906 hingegen prüft Feuerschutzbeschläge auf diese acht Kriterien:

  • Dauerhaftigkeit
  • Türmasse
  • Feuerbeständigkeit
  • Sicherheit
  • Korrosionsbeständigkeit
  • Gebrauchs-Kategorie
  • Ausführungsart
  • Einbruchsicherheit

HEWI bietet in unterschiedlichen Systemen Feuerschutzbeschläge an. Diese sind nicht nur äußerst sicher, sondern zudem in verschiedenen Farben und Oberflächen erhältlich. So können Sie auch mit Schutzbeschlägen Akzente im Raum setzen. Den HEWI Design-Klassiker System 111 gibt es auch als Feuerschutz-Wechselgarnitur mit R-Technik. Diese Garnitur ist ausgelegt und geprüft für den Objektbereich, Gebrauchskategorie nach DIN EN 1906 – Klasse 4 und erfüllt ebenso die DIN 18273. Mehr zu Anforderungen an Feuerschutzbeschläge und passende HEWI Produkten dazu finden Sie in unserem MAG Artikel.

Design und Schutz gehen Hand in Hand

Unterschiedliche Beschläge Arten sind nicht nur aufgrund ihres Designs wichtig – sie spielen auch in puncto Sicherheit in Gebäuden eine wichtige Rolle. Bei der Planung eines Gebäudes sollten Sie daher auch unbedingt darauf achten, die passenden Beschläge auszuwählen. Das kommt nicht nur dem Design zugute, sondern auch dem Feuer- oder Sicherheitsschutz.

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